Inflationsausgleichsprämie ist pfändbar
Bis Ende 2024 können Arbeitgebende den Mitarbeitenden eine Inflationsausgleichsprämie von bis zu EUR 3.000 steuer- und sozialversicherungsfrei zahlen. Mit Urteil vom 25.4.2024 hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass die Inflationsausgleichsprämie wie normaler Arbeitslohn pfändbar ist.
Kinderplanung für Zwecke Elterngeld/ Einkommensteuer frühzeitig angehen
Der Anspruch auf Elterngeld hängt seit einiger Zeit vom Einkommen der Eltern. Ab Überschreiten der gesetzlichen Einkommensgrenzen besteht kein Anspruch auf Elterngeld mehr. Das Gesetz stellt hier auf das zu versteuernde Einkommen im abgeschlossenen Veranlagungszeitraum/Jahr vor Geburt ab. Wird das Kind z.B. im Dezember 2025 geboren, ist das zu versteuernde Einkommen 2024 relevant. Stellen die […]
Finanzgericht Baden-Württemberg hält Grundsteuerreform für verfassungsgemäß
Mit Urteilen vom 11.6.2024 hat das Finanzgericht Stuttgart die Regelungen zur Ermittlung des Grundsteuerwerts in Baden-Württemberg auf Basis des Bodenrichtwerts für Zwecke der Grundsteuerreform als verfassungsgemäß beurteilt. Gleichzeitig wurde jedoch die Revision beim Bundesfinanzhof zugelassen, so dass davon auszugehen ist, dass die Urteile nichts rechtskräftig werden.
Wegfall der „Fünftelregelung“
Zuletzt befand sich in unserer Mandanteninformation April 2024 ein kleiner unscheinbarer Punkt in der Auflistung der Steueränderungen durch das Wachstumschancengesetz, der Wegfall der „Fünftelregelung“. Aus aktuellem Anlass möchten wir hierzu ein paar ergänzende Erläuterungen geben: für Arbeitnehmerfälle findet ab 2025 keine ermäßigte Besteuerung im Rahmen des Lohnsteuerabzugs statt, wenn der Arbeitnehmer eine Abfindung erhält oder […]
Pauschalversteuerung nach § 37b EStG führt nur bei zeitnaher Durchführung zur sozialversicherungsrechtlichen Begünstigung
Grundsätzlich sind pauschalversteuerte Bezüge (z.B. für Firmenveranstaltungen) nur dann sozialversicherungsrechtlich begünstigt, wenn die Pauschalversteuerung zeitnah zum Entstehen der Bezüge tatsächlich durchgeführt wird. Dies hat das Bundessozialgericht am 23.4.2024 entschieden. Im Urteilsfall ging es um eine Firmenveranstaltung im September eines Jahres, für welche die Pauschalversteuerung erst im März des Folgejahres erfolgte. Spätestens ab Ende Februar des […]
Gemeinschaftskonto – Hinterziehen Sie Steuern?
Gerne übersehen: haben Ehegatten, Gemeinschaften o.ä. ein Gemeinschaftskonto, kann dies steuerlich kritisch sein. Verdienen z.B. beide Ehegatten unterschiedlich viel, stellt die Hälfte des übersteigenden Verdienstes eine Schenkung dar (weil mit Zufluss auf dem Gemeinschaftskonto ja der geringer Verdienende ebenfalls Zugriff auf das Geld hat). Wird dann vom Kontoguthaben z.B. ein Auto gekauft, welches in das […]
Familienheimbegünstigung auch bei durch (e)GbR gehaltenes Eigenheim?
Aktuell kursieren verschiedene Meinungen, die ein Risiko sehen, wenn das Familienheim durch mehrere Personen/Ehegatten als (e)GbR gehalten wird, dass insoweit bei einer Übertragung die schenkung-/erbschaftsteuerliche Familienheimbegünstigung nicht in Anspruch genommen werden kann. Das FG München hat in seinem Urteil vom 21.6.2023 (4 K 1639/21) auch in solchen Fällen die Anwendbarkeit der Begünstigung grundsätzlich bejaht. Aktuell […]
Zuwendungsempfängerregister steht online
Wie das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) im Februar 2024 mitteilte, steht nun das sog. Zuwendungsempfängerregister unter https://zer.bzst.de online , welches nach vollständiger Datenpflege zukünftig alle Organisationen enthält, die gemeinnützig sind und Spendenbescheinigungen ausstellen dürfen. Dies ermöglicht potentiellen Spendern, die Gemeinnützigkeit zu prüfen. In einer weiteren Ausbaustufe sollen gemeinnützige Organisationen hier auch die Bankverbindung von Spendenkonten […]
Künstlersozialkasse (KSK)-Abgaben nicht vergessen: alle Jahre wieder!
Gerne übersehen, durch die Künstlersozialkasse oder die Prüfer der Deutschen Rentenversicherung konsequent verfolgt. Jedes Unternehmen, welches Kreativ-/ Werbeleistungen für mehr als EUR 450 p.a. bezieht (auf die Häufigkeit kommt es nicht an) und bei denen der Dienstleister nicht in der Rechtsform einer Personen- oder Kapitalgesellschaft organisiert ist (also ein selbständiges Einzelunternehmen betreibt) ist hiervon betroffen. […]
Wirtschafts-Identifikationsnummer
Im Herbst soll es soweit sein und die schon vielfach angekündigte Wirtschafts-Identifikationsnummer soll erstmals an alle Unternehmen erteilt werden. Wie die Steueridentifikationsnummer bei natürlichen Personen eine eindeutige Identifikation ermöglicht, soll diese über die Wirtschaftsident-Identifikationsnummer dann auch per Unternehmen gelten. Die USt-Id und die Steuernummer wird es aber weiterhin geben.